Selbstfahrer-Rundreise südliches Afrika

Juni 2015 Selbstfahrer-Rundreise südliches Afrika (Namibia, Simbabwe, Botswana und Südafrika)



Über ein Jahr hat es gedauert, bis aus dem Traum von einer Selbstfahrer-Rundreise durch das südliche Afrika Wirklichkeit geworden ist. 


Angefangen hat es damit, dass wir 2014 in Stuttgart auf der Reise- und Touristikmesse nach Ideen und Inspirationen gesucht haben. Dabei sind wir auf den Anbieter Globetrotter Select aufmerksam geworden, der sich darauf spezialisiert hat, individuelle Reisen in Afrika zu organisieren.


Also haben wir uns Gedanken gemacht, welche Orte wir auf unserer Rundreise gern sehen möchten und haben mit unseren Chefs verhandelt, wie lange wir Urlaub haben dürfen. Davon war dann abhängig, welche Wünsche umsetzbar sind, und wie umfangreich die Tour wird.


Irgendwann war klar, dass wir 4 Wochen Zeit haben, und wir haben uns von Globetrotter Select Vorschläge zum Verlauf unserer Reise, Wahl der Fahrzeuge und der Unterkünfte machen lassen. Toll war hier, dass auf Änderungswünsche sehr schnell und flexibel reagiert wurde. Ein wirklich toller Service!


Im Endeffekt haben wir uns nur noch voller Vorfreude in die Recherchen für Aktivitäten und Orte rechts und links unserer geplanten Reiseroute gestürzt. 


Hilfreich dazu waren Reiseführer, Empfehlungen und auch die eine oder andere private Reise-Seite im Internet... (bei Interesse guckt mal hier www.arizonas-world.de)


Ein hilfreicher Tipp war auch, dass sich die Piloten der Buschflieger inzwischen strikt weigern Hartschalenkoffer zu transportieren, und dass das Gepäck der Passagiere auf 15 kg pro Person limitiert ist. Also haben wir uns robuste Reisetaschen angeschafft, und unsere Klamotten auf das allernötigste reduziert und lieber noch eine Tube Handwaschmittel eingepackt. :-)


Aber genug Text für den Anfang... Wir haben soweit alles generalstabsmäßig geplant...

Jetzt kann es losgehen!!!



Kann losgehen!
Kann losgehen!

Unser Pilot hatte Wind unter den Flügen! 10 Stunden Flug waren veranschlagt, nach 9 Stunden haben wir zur Landung angesetzt. Schon weit vor Sonnenaufgang begrüßte uns Windhoek mit... FROST!


Ja, es ist Winteranfang auf der Südhalbkugel, aber solch einen Temperatursturz haben die Einheimischen schon lange nicht mehr erlebt...


Auf alle Fälle wurden wir von Lynette sehr herzlich in Empfang genommen. Sie hat uns bei der Entgegennahme des Leihwagens unterstützt, und uns bei einem Kaffee nochmal gründlich gebrieft.

Danach mussten wir uns dem Linksverkehr und den Schotterpisten stellen...

Es ist ungewohnt, aber wir haben sogar den ersten Kreisverkehr falsch herum überlebt. :-)


Falschlenker! :-)
Falschlenker! :-)

Man(n) gewöhnt sich dran. Die ersten Wildtierbegegnungen auf offener Straße hatten wir auch schon.

Erst lebensmüde Perlhühner, dann Baboons und zum Schluss noch Antilopen und einen Schakal. Stehengeblieben für ein Foto sind nur die Antilopen...

Nach einer knappen Stunde haben wir dann auch die Lodge Naankuse erreicht - sehr toll gelegen!

Dort gab es gleich erstmal ein lecker Frühstück und einen ersten Erkundungsrundgang.

Die geplante Tour hinter die Kulissen der an die Lodge angeschlosssenen Wildtierauffangstation findet leider erst morgen statt, aber das macht nichts. Nach einem genialen Oryx-Steak zum Mittag ging es dann am frühen Nachmittag auf eine Fütterungstour zu den Wildtieren.

Unser Guide hat uns eine Menge Wissenswertes rund um die Beseitigung der Konflikte zwischen den Tieren und den Farmern erzählt, und von den Bemühungen dieses Projekts verwaiste Tierkinder aufzuziehen und wieder auszuwildern. Dazu werden wir morgen sicher mehr erfahren, wenn wir die Inhaberin hinter den Kulissen treffen...

Auf jeden Fall hätte unsere Tour - mal abgesehen von Wind und eisigen Temperaturen - gar nicht besser anfangen können. 


Nach einer sehr kalten Nacht - es waren 3 Grad unter Null - wurden wir pünktlich um 5:40 Uhr von einer wilden Horde Baboons geweckt.

Sie wollten uns garantiert darauf aufmerksam machen, dass der Sonnenaufgang unmittelbar bevorsteht, und dass wir keinesfalls den Spaziergang mit dem Wüstenluchs verpassen sollten...


Alex der Karakal war das erste Highlight des Tages.

Er ist eine Handaufzucht, und als solche sehr menschenbezogen. Deshalb kann er nicht mehr ausgewildert werden. Allerdings soll er nicht nur vom Menschen gefüttert werden, sondern soll selber jagen gehen.

Und genau dabei durften wir ihn in einer kleinen Gruppe begleiten! Er ist ein sehr geschickter Jäger!

Als nächstes haten wir die Gelegenheit, 3 hübschen Geparden sehr nahe zu kommen! Es ist faszinierend, wie laut die schnurren können. Auch diese 3 Schönheiten sind "leider" für ein Leben in freier Wildbahn nicht mehr geeignet, weil sie vergessen haben, dass Menschen normalerweise keine Freunde sind...

Glück für uns, denn so durften wir Kiki, Aiko und Aisha ganz nah kennenlernen!

Der nächste Weg führte uns zum Hauptqartier der Wildtier-Auffangstation, wo wir von der Eigentümerin Marlice einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Station bekommen haben.

Es fällt sofort ins Auge, dass sie mit Herzblut an den Tieren hängt und sich intensiv um alles kümmert.

Das Hauptziel ist es, langfristig ein Mit- und Nebeneinander von Wildtieren und Farmern zu schaffen.

Wer Lust hat, sie dabei zu unterstützen, kann ihr als Volunteer bei der Betreuung der Tiere helfen oder mit einer Spende gezielt ihre Projekte fördern. Nähere Informationen findet Ihr bei Interesse auf deren Homepage.

Gegen Ende der insgesamt mehr als 5-stünden Tour gab es noch eine fast hautnahe Begegnung mit einem ausgewilderten Zebrahengst, der von Marlice aufgezogen wurde und einer Gruppe Giraffen.


Es war ein mehr als gelungener Tag!

Nach dem Mittagessen haben wir uns dann auf den Weg nach Windhoek gemacht, wo wir ohne Probleme das Elegant Guesthouse gefunden haben. 

Wer ein richtig gutes Steak zu schätzen weiß, und auch gerne loale Spezialitäten wie geräuchertes Kudu oder Oryx-Carpaccio probieren möchte, der wird vom Joe's Beerhouse nicht enttäuscht sein! In einer gemütlichen und urigen Biergarten-Atmosphäre (und einer großen Feuerstelle!) wird man plaziert, und kommt ganz schnell mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Bitte vorher unbedingt reservieren, denn dieses Lokal ist sehr gut besucht!!!

Nach einer weiteren ruhigen Nacht hieß es dann früh aufstehen. Heute geht es in die Namib-Wüste. Unser Motto für den Tag lautet: Der Weg ist das Ziel!


Deshalb sind wir von der vorgeschlagenen einfachen und zeitsparenden Route abgewichen. Wir haben uns dazu entschlossen, statt dessen die landschaftlich sehr reizvolle Route über den Spreetshoogte Pass zu fahren.


Hinter jedem Hügel war die Landschaft eine ganz andere. Wir haben viel Zeit "verloren", weil wir oft angehalten haben, um ein Foto zu machen... So toll!


Wer es nicht unbedingt eilig hat, verpasst etwas, wenn er den schnelleren Weg wählt.

So ganz ohne Tiere ging es auch heute nicht, obwohl diese eher nicht im Fokus standen... :-)

Wer viel Auto fährt, muss auch mal eine Pause machen. Lynette hat uns beim Briefing am Flughafen erzählt, dass es in Solitär den weltbesten Apfelkuchen außerhalb Deutschlands geben soll. Das schreit doch förmlich danach, überprüft zu werden. :-)


Jawohl, er schmeckt wirklich gut! Und die Raststätte ist auch sehr einfallsreich gestaltet und hübsch anzusehen.

Ein Stop lohnt sich hier auf jeden Fall.

Trotz längerer Route und unzähligen Fotostops haben wir am frühen Nachmittag die Lodge in der Wüste erreicht: Desert Homestead.

Sehr idyllisch und vor allem ruhig gelegen. Herrlich!

Wir genießen einen Sundowner und natürlich den dazugehörigen Sonnenuntergang, bevor wir total müde ins Bett fallen!


Die letzte Nacht war um viertel nach 4 abrupt zuende - freiwillig!

Auf unserem Programm standen für heute die Dünen vom Sossusvlei. Ursprünglich hatten wir geplant, auf eigene Faust mit dem Auto zu fahren. Die Lodge bietet auch geführte Touren an, und eine kleine Gruppe war bereits zustande gekommen. Wir haben nicht lange gezögert, und haben uns spontan angeschlossen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich noch zeigen wird...


Noch müde haben wir nur schnell einen Kaffe getrunken, und dann ging es los mit einem geländegängigen offenen Vehikel. Da es um diese Uhrzeit noch schattige 3 Grad hatte, und ziemlich windig war, wurden wir ganz fürsorglich in eine Decke und einen Poncho gepackt. Das war auch definitiv nötig. :-)

Doch es hat sich gelohnt, so früh aufzustehen. Die Dünen sind am eindrucksvollsten direkt nach dem Sonnenaufgang. Und danach ist es noch nicht zu heiß, um einen Dünenkamm hochzulaufen...

Sossusvlei heißt übersetzt: der Platz, wo das Wasser hingeht.

Das habe wir dann eindrucksvoll im Dead Vlei sehen können. Das Wasser kommt über einen Fluss aus den Naukluft-Mountains und fließt dann ab in Richtung Atlantik. Dabei wäscht er den Kalk aus den Bergen, der dann als Ablagerung zurück bleibt, wenn das Wasser verdunstet. Die Dünen sind im Laufe der Jahrhunderte so groß geworden, dass sie den Lauf des Flusses komplett gestoppt haben. Dazu kommt, dass es hier so wenig regnet, dass der Fluss im Schnitt nur alle 5 Jahre Wasser führt. Es ist beeindruckend, wie es den Pflanzen gelingt zu überleben. Aber seht selbst...

Picknik
Picknik

Wandern in den Dünen macht hungrig, zumal wir ja auf unser Frühstück verzichtet haben...

Gar nicht schlimm, denn wir sind in den Genuss eines tollen Picknicks unter einem schattenspendendem Baum inmitten einer tollen Kulisse gekommen.

Das war das Ende unserer Tour ins Sossusvlei. Wir hatten noch ein wenig Zeit übrig, und so hat unser Fahrer beschlossen, uns noch ein Highlight zu zeigen - Sesriem Canyon. Sesriem ist Afrikaans und bedeutet, man hat 6 aneinander gebundene Riemen benötigt, bis man mit einem Eimer Wasser aus dem Fluss schöpfen konnte.


Wir haben uns auf der Suche nach Wasser noch einen Spaziergang am Grund des Canyons gegönnt. Wenn wir auf eigene Faust gefahren wären, hätten wir das garantiert verpasst!

Unglaublich aber wahr, die Nacht war schon um 3.30 Uhr vorbei!

Schnell die Sachen gepackt, im Auto verstaut und noch schnell einen Kaffee eingeworfen.

Danach stand uns eine Nachtfahrt durch die Wüste bevor. Es heißt zwar, man solle nachts wenn möglich nicht fahren, aber es war anders nicht zu bewerkstelligen, rechtzeitig vor Sonnenaufgang am Treffpunkt zu sein.

 

Heute geht es in die Luft!!!

Da die Ballon-Tour sehr begehrt ist, empfiehlt es sich, bereits vor Reisebeginn zu buchen.

Es kann zwar passieren, dass die Tour wegen zu starkem Wind abgesagt oder verschoben wird, aber wir hatten Glück! Einen Tag später als geplant konnten wir abheben. Traumhaft schön!

Irgendwann geht auch die schönste Ballonfahrt zuende, und irgendwie müssen wir ja wieder runterkommen.

Da gibt es nur 2 Möglichkeiten. Korb aufrecht aufsetzen und einfach aussteigen, oder die sportive Variante:

den Korb auf die Seite legen und rauskrabbeln. Die Entscheidung trifft aber nicht der Pilot, sondern der Wind. Und ihm war heute nach sporty zu mute! Das war echt lustig... Es haben alle überlebt, und Verletzte sind nicht zu beklagen! Wir hatten mega Spaß!

Zur Belohnung für das frühe Aufstehen gab es dann im Anschluss an die Ballonfahrt ein tolles Frühstück vor der traumhaften Kulisse der Dünen des Sossusvlei.

Wer ähnliches vor hat, soll bitte bedenken, dass die Fahrt des Ballons nicht über die Dünen gehen kann. Im Falle eines Falles muss das Begleitfahrzeug am Boden in der Lage sein, den Ballon zu erreichen. Das ist zwischen den Sandbergen aber nicht möglich. Deshalb wird nur der Rand der Dünen abgefahren. Wer sich die Dünen von oben ansehen möchte, hat die Möglichkeit, das Ganze mit einem Kleinflugzeug zu erleben.


Nach diesem grandiosen Tagesbeginn steht uns nun eine Fahrt quer durch den Namib-Naukluftpark bevor. Wir mahen uns auf den Weg nach Swakopmund. Es ist schon faszinierend, wie sich die Landschaft in der Wüste innerhalb kürzester Zeit verändern kann...


Von Halbwüste über Stein- und Felswüste war alles dabei. Dabei haben wir zunächst den Gaub-Pass überwunden, und später auch den Kuiseb Canyon durchfahren.


Das Anstrengendeste, aber nicht weniger Faszinierende war eine fast 90 km lange Fahrt durchs Nichts.

Wir waren erleichtert, als dann am Horizont die Dünen von der Atlantik-Küste aufgetaucht sind.

Von da aus war es nicht mehr weit bis nach Swakopmund.

Dünen von Walvis Bay
Dünen von Walvis Bay

Wir sind in der Villa Margherita aufs herzlichste begrüßt worden, und haben ein tolles Zimmer beziehen dürfen. Jetzt haben wir hier knapp 3 Tage Zeit, die Gegend unsicher zu machen. Ein Katamaran-Ausflug und eine Wüstentour sind schon fest verabredet, und alles andere ergibt sich spontan.

Der nächste Punkt auf unsere Tagesordnung lautet: Stadtbummel! :-)

 

Zur Abwechslung begann der heutige Tag nicht bereits vor dem Aufstehen.

Uns zieht es wieder hinaus in die Wüste. Die Dünen hier sind mit denen aus dem Sossusvlei nicht zu vergleichen. Bis auf ein paar grüne Talerbüsche lebt hier nichts! So sieht es jedenfalls auf den ersten Blick aus.

Dass dem nicht so ist, versucht uns Chris mit seiner "Living Desert Tour" zu zeigen.

 

Mit 14 anderen Leuten und mit 2 Offroad-Fahrzeugen haben wir uns in die Dünen gestürzt.

Vertreten waren 6 verschiedene Nationen, die sprachtechnisch unter einen Hut gebracht werden mussten. Hilfreich war neben der Universalsprache Denglish eine große Portion Humor. :-)

In unnachahmlicher Art und Weise wurden die Besonderheiten der Dünen und des Lebensraumes sehr anschaulich erklärt! Wir werden nie wieder ein Müsli essen können, ohne an diesen Tag denken zu müssen.

Herrlich!


Es ist wirklich erstaunlich, wie die Jungs die Spuren lesen, und uns die Bewohner dieses Teils der Wüste näher bringen. Im wahrsten Sinne des Wortes! Und eine kleine Lektion in Sachen Kamerahandling gibt es kostenlos obendrauf. :-) Danke Chris!

Unser Fazit: auch wenn es auf den ersten Blick so lebensfeindlich aussieht, im Sand tobt das Leben!!!

Und schön ist die Landschaft obendrein!

Sehr zum Nachdenken hat uns die Tatsache gebracht, dass unkontrolliertes Offroad-Vergnügen bereits ziemlich viel kaputt gemacht hat. Gut, dass dieses Gebiet inzwischen ein Nationalpark geworden ist, und somit noch viele Leute in den Genuss dieser genialen Tour kommen können.


Wir hatten im Vorfeld unserer Reise bereits davon gehört, und wollten diese Tour unbedingt machen. Also haben wir auch dieses bereits im Voraus gebucht. In der Nebensaison sollte es kein Problem sein, diese Tour über das Guesthouse zu organisieren. Wer in der Hauptsaison reist, ist allerdings gut beraten, im Voraus zu buchen, da die Plätze limitiert sind. 

Den Nachmittag haben wir mit einem kleinen Picknick am Strand und einem Stadtbummel verbracht. Die Häuser muten wirklich sehr pittoresk an. Die deutsche Geschichte lässt sich nicht leugnen, sie begegnet einem an jeder Ecke. :-)


Leider haben wir uns Schwarzwälder Kirschtorte und Windbeutel heute verkneifen müssen, da die Bäckereien sonntags geschlossen sind. Mal sehen, vielleicht gönnen wir uns ja morgen ein Stück...

Nach fast einer Woche Wüste wollten wir heute die marine Seite von Namibia kennenlernen.

Da das Wasser im Atlantik Dank des Benguelastroms nur lausige 13 Grad Celsius hat, fiel schwimmen und schnorcheln auf jeden Fall flach. Die Robben und die Pelikane wollten wir aber dennoch sehen, und hatten deshalb vor, hoch nach Cape Cross zu fahren.

Von anderen Reisende hatten wir aber erfahren, dass es eine Katamaran-Tour geben soll, bei der man von Walvis Bay aus zur Robbenkolonie nach Pelikan Point fährt und so auch alles geboten bekommt, was wir sehen wollten. Also haben wir über unser Guesthouse diese Tour gebucht. Um 8.00 Uhr war pünktlich der Pickup-Service vor Ort, und wir haben es genossen, mal 2 Tage nicht selbst fahren zu müssen. :-)

Unglaublich, wie laut und wie geruchsintensiv eine Ansammlung von Robben sein kann. Aber süss sind sie doch, und so neugierig und verspielt.
Schabracken-Schakal
Schabracken-Schakal
Ausgewachsene Robben haben hier keine natürlichen Feinde. Nur Robbenbabies müssen sich vor Möwen und diesen Gesellen in acht nehmen.

Auf dem Rückweg haben wir noch 2 Delfin-Schulen getroffen, die eine Weile mit uns mitgeschwommen sind.

Nach gut 4 Stunden war der Bootsausflug dann auch zuende, und wir wurden im Hafen schon erwartet. :-)

Zu goldig!

Den Nachmittag haben wir ganz entspannt mit Kaffee, Kuchen aus einer deutschen Bäckerei und einer Massage verbracht. Es muss ja nicht jeden Tag von früh bis spät Action sein. :-)


Das letzte Abendessen in Swakopmund haben wir im Brauhaus zu uns genommen. Es ist schon lustig, wenn man in typisch deutscher Brauhaus-Atmosphäre sein Essen in der Muttersprache bestellen kann, und Köstlichkeiten wie Eisbein mit Sauerkraut, Schweinshaxe und Bratwurst mit Senf auf der Karte findet.


Aber wir sind ja nicht hier, um heimatliches Essen zu genießen! Also haben wir uns wieder an Wildspezialitäten gehalten. :-)


Wer im Brauhaus essen möchte, und nicht zwischen andere Touristen gequetscht werden möchte, sollte unbedingt vorher reservieren!


Unseren letzten Urlaubstag in Namibia verbringen wir größten Teil auf der Schnellstrasse zwischen Swakopmund und Windhoek. Ursprünglich hatten wir uns überlegt, ungefähr auf halber Strecke links in Richtung Spitzkoppe abzubiegen, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Wir wollten lieber noch einen Blick auf das Stadtzentrum von Windhoek werfen... Bis wir nach gut 4 Stunden die Hauptstadt Namibias erreicht haben, lassen wir die Landschaft auf uns wirken. 


Angekommen!

Wenn man lange Zeit auf einsamen Pisten unterwegs war, und einem aller Stunde vielleicht mal ein Auto entgegen kommt, so war es heute schon wieder eine Umstellung, sich durch den Berufsverkehr in der größten Stadt Namibias zu kämpfen. 

Eine etwas größere Herausforderung war, ein Parkhaus zu finden. Wir hatten gelesen, dass es an der Independence Avenue eine Shopping Mall geben soll, mit einem bewachten Parkhaus. Dieses haben wir aber irgendwie vor lauter Baustellen nicht gefunden. Und andere Parkhäuser waren von der Hauptstraße aus nicht sichtbar. Also sind wir am Kalahari- Sands- Hotel einfach 2x rechts abgebogen, um von hinten an das Hotel zu kommen, und voil'a... ein Parkhaus! :-) Dieses Parkhaus ist zwar nicht bewacht, aber da es zu einem Hotel gehört, und auch eine kleine Mall angeschlossen war, haben wir es gewagt, das Auto dort abzustellen. 6 N$ pro Stunde sind auch eine sehr moderate Parkgebühr. :-)


Zum Abschluss unseres Namibia-Aufenthaltes gönnen wir uns noch einmal ein Abendessen im Joes Beerhouse. Da freuen wir uns schon seit unserem Tourstart vor 6 Tagen drauf... Der Tisch ist bereits reserviert!

Wir haben uns sehr nett mit einer Australierin und einem New Yorker unterhalten, die mit uns am Tisch gesessen haben. Da haben wir gleich wieder was für unsere Sprachkenntnisse getan, und quasi das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. :-)

So, jetzt das Auto soweit leer räumen, volltanken und dann werden wir früh schlafen gehen. Der Wecker wird erbarmungslos gegen 4 Uhr morgens die Nacht beenden!

 

Pünktlich um 6.00 Uhr in der Frühe haben wir den Leihwagen ohne Kratzer wieder zurück gegeben.

Unsere Zeit in Namibia ist nun leider zuende, aber die Reise geht ja weiter.


Gegen 8 Uhr bringt uns ein kleiner Flieger zusammen mit vielleicht 20 anderen Fluggästen via Maun (Botswana) nach Victoria Falls. Der Pickup-Service hat wunderbar funktioniert, und wir haben gegen Mittag dann in der Ilala Lodge eingecheckt. Diese Lodge befindet sich in bequemer Laufweite zu einem der berühmtesten Naturweltwundern, den Viktoria-Fällen. Man kann sie vom Zimmer aus bereits hören...

Wir haben uns gedacht, das Wetter ist herrlich warm, also zahlen wir die 30 US$ Eintritt in den Nationalpark und gehen eine Runde spazieren.


Devil's Cataract
Devil's Cataract

Die Sambesi-Taufe haben wir überstanden, und sind pitschnass wieder zum Hotel zurück gepilgert. Aber hey, wer kann schon sagen, er hat eine Dusche mit solch einem Ausblick genossen??? Einfach herrlich!

Es gibt nur eine Sache, die unangenehm ist:

Straßenverkäufer versuchen hartnäckig ihre Souveniers zu verkaufen oder wertlose Simbabwe Dollar in US-Dollar zu tauschen. Ein Nein wird nur sehr schwer akzeptiert und man wird auf Schritt und Tritt verfolgt... Das nervt! Hat man aber den Eingangsbereich des Nationalparks oder das Hotelgelände erreicht, sorgt Security dafür, dass man nicht weiter belästigt wird. 


Wieder einigermaßen trocken schauen wir uns im Hotel ein wenig um, und entdecken diese Gesellen direkt hinter unserer Terasse... So goldig! :-) Zwar sind sie an Menschen gewöhnt, aber deshalb noch lange nicht zahm... Vor allem sind sie eines... Verdammt schnell!

Zum Abendessen haben wir im Palms Restaurant, welches zur Lodge gehört, einen Tisch reserviert, und haben sehr gut gegessen. 

Die Preise sind zwar deutlich höher, als in Namibia und die Portionen sind kleiner, aber es hat wirklich fantastisch geschmeckt!


Jetzt lassen wir uns vom konstanten Rauschen der Wasserfälle in den Schlaf wiegen und freuen uns schon auf morgen!


Nach einem ganz hervorragenden Frühstück machen wir uns einen richtig faulen Vormittag. Unsere Freunde sind auch wieder da, und wir machen uns gleich noch ein paar mehr! :-)



Am Nachmittag ist das Licht herrlich weich und es zieht es uns nochmal für ein paar Fotos zu den Wasserfällen. Allerdings ziehen wir es vor, diesmal trocken zu bleiben...


Genial!!! Wir kriegen das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht!

Es war eine super Idee, diesen Panorama-Flug bereits im Voraus zur besten Fotozeit zu buchen!


Jetzt lassen wir den Abend noch ganz entspannt ausklingen und uns von dem allgegenwärtigen Rauschen der Fälle in den Schlaf wiegen. Morgen früh heißt es dann leider schon wieder Abschied nehmen von Simbabwe.


Der Transfer heute nach Botswana ist für 11.00 Uhr geplant. Das gibt uns nochmal die Möglichkeit, ein hervorragendes Frühstück und ein wenig Sonne zu genießen.

Breakfast Muffin
Breakfast Muffin

Pünktlich auf die Minute kam der Bus, und nach ungefähr einer Stunde haben wir die Grenze erreicht. Dort noch schnell die Einreiseformalitäten erledgt, und dann hat uns der Fahrer unserer Lodge schon gleich in Empfang genommen. Nach nur knapp 10 Minuten haben wir unser Domizil für die nächsten 2 Tage erreicht, die Bakwena Lodge.

Im ersten Moment sieht man nichts außer dürren Sträuchern. Dann taucht eine kleine Hütte auf, die sich als Rezeption entpuppt... Und gerade, als uns der Gedanke kommt, wo um himmelswillen wir hier bloß gelandet sind, öffnet sich das Gelände und gibt den Blick auf einen großzügigen Lounge-Bereich und eine tollen Blick auf den Chobe-River. Wirklich toll. Die 9 Bungalows dieser Anlage sind versteckt gelegen und sehr hübsch gemacht. Alle haben eine eigene kleine Terasse zum Fluss hin. Hier kann man es schon aushalten. :-)

Nach dem Mittagessen haben wir uns zusammen mit einem anderen deutschen Paar gleich auf die erste Pirschfahrt im offenen Landrover im Chobe-Nationalpark gemacht. Herrlich...

Durch das besondere Engagement unseres Fahrers, der uns unbedingt Löwen zeigen wollte, sind wir sogar noch in den Genuss einer Ralley über die Pisten im Park gekommen. Alles nur, weil wir rechtzeitig wieder am Gate sein mussten. 18.30Uhr ist das Gate zu! Wer zu spät kommt, verliert seine Lizenz für ein Jahr und muss noch Strafe zahlen... Es war ein Rennen gegen die Zeit und die Dunkelheit, aber auf die Sekunde pünktlich haben wir es noch geschafft... :-) K.B. ist der Beste!

Für heute sind 2 Ausflüge geplant:

Eine Bootstour auf dem Chobe-River am Morgen, und eine weitere Pirschfahrt durch den Nationalpark am Nachmittag.

Nach dem Frühstück hat K.B uns wieder aufgelesen, und wir haben uns den Nationalpark von der Fluss-Seite aus betrachtet. Schön war, dass wir das Boot nur für uns alleine hatten. Es ist total faszinierend, die Tiere zu beobachten, wenn sie am Morgen zum Trinken an den Fluss kommen, oder aus dem selbigen steigen, um sich von der Sonne wärmen zu lassen...

Gegen Mittag sind neue Gäste angereist, mit denen wir dann am Nachmittag auf Pirschfahrt im offenen Geländewagen gegangen sind. Diesmal haben wir uns aber die Ruhe angetan, und haben es nicht wieder auf einen Zielsprint ankommen lassen. Toll, die Tiere fast hautnah beobachten zu können, und dann dabei noch den Sonnenuntergang zu genießen.

Nach Sonnenuntergang erwartete uns in der Lodge eine besondere Überraschung - Der "Entertainment-Abend".

Das gesamte Team der Lodge hat sich in traditionelle Gewänder gehüllt und uns ihr Land sowohl musikalisch als auch kulinarisch näher gebracht. Das Ganze sollte aber auf Gegenseitigkeit beruhen, und so hat das Team der Lodge darauf bestanden, dass auch wir für sie singen... Glücklicherweise war eine amerikanische Reisegruppe anwesend, die uns einfach integriert hat, und uns durch den "Honkeytonk" durchgemogelt hat. Auch wenn es anfangs ein wenig peinlich war, es war ein sehr lustiger Abend!

 

Leider vergeht die Zeit wie im Flug, und es heißt schon wieder Abschied nehmen. Wir hatten gehofft, bevor unser Transfer zum Flughafen Kasane stattfindet, noch einen "early morning Game Drive" zu machen, und den Sonnenaufgang im Nationalpark zu erleben. Das hat leider nicht funktioniert, da nur ein Guide abkömmlich war, und dieser für eine Bootstour mit den neuen Gästen verplant war. Schade, aber langweilig wurde uns nicht, weil unverhofft das andere deutsche Paar früher als erwartet aus Victoria Falls zurückgekommen ist. Da haben wir die verbleibende Zeit gut verquatscht. An der Stelle ein lieber Gruss an Anne und Max. :-)

 

Irgendwann ließ sich der Abschied aber nicht mehr aufschieben, denn das Abenteuer Buschflieger wartet auf uns. Darauf haben wir uns schon riesig gefreut.

Beim Einchecken hat unsere Vorfreude allerdings einen Dämpfer bekommen.

Wir wussten im Vorfeld, dass es schwierig wird, einen Hartschalenkoffer in eine kleine Propellermaschine zu quetschen. Deshalb hatten wir uns ja extra Softbags gekauft. Was wir nicht wussten, nicht nur das Gewicht der Taschen, sondern auch die Größe der Gepäckstücke ist auf 25 x 30 x 60 cm limitiert! Und da lagen wir leider drüber. Jetzt war guter Rat teuer... Es wurde uns mitgeteilt, dass wir unsere Taschen umpacken müssen, und maximal eine mit ins Okavango Delta mitnehmen können. Die andere Tasche hätte mit dem nächsten Flieger ohne uns den Weg nach Maun angetreten, und hätte dann dort hoffentlich auf uns gewartet!

Aber Glück im Unglück: Wir hatten noch 2 Mitreisende im Flieger, die mit wenig Gepäck unterwegs waren. So hat dann mit viel Geschick und einigem Quetschen auch unser komplettes Gepäck mit in den Flieger gepasst.

Wir sind erleichtert und nun kann es losgehen!



Es ist echt ein unbeschreibliches Erlebnis, wenn sich der kleine Flieger in die Luft erhebt, und man in ungefähr 4.500 Fuß Höhe über die Landschaft fliegt. Tierbeobachtungen von oben haben auch was! Leider waren an diesem Tag die Wetterbedingungen nicht so ganz optimal, so dass der Flug sehr holprig war. Und wenn man dann angestrengt nach unten blickt, um auch ja keinen Elefant zu verpassen, dann kann einem schonmal schwindelig werden... Auf jeden Fall waren wir froh, nach gut eineinhalb Stunden wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Angekommen im Gunn's Camp wurden wir wieder sehr herzlich begrüßt und auf unsere Zelte verteilt. Unter Zelt versteht man hier ein feststehendes Holzfundament welches auf Pfâhlen über dem Sumpf errichtet wurde. Auf diesem Fundament steht dann ein riesengroßes Zelt mit Loungebereich, großem Kingsizebett, integriertem separatem "Örtchen"und einem Outdoor-Badezimmer mit Dusche und freistehender Badewanne! So macht campen richtig Spaß!

Das Highlight ist aber definitiv der Ausblick vom Bett über den Okavango und die Geräuschkulisse. Vom wilden Leben am Fluss ist man lediglich durch ein bisschen Leinwand getrennt. Es passiert nicht selten, dass einem im Camp Elefanten, Nilpferde, Paviane oder Warzenschweine über den Weg laufen... Und gibt es etwas schöneres, als sich nachts von den Geräuschen der Wildnis in den Schlaf wiegen zu lassen? Wir finden Nein!!!! :-)


Aber eines nach dem Anderen... Nach einem späten Mittagessen stand eine erste Erkundung des Okavango mit dem Motorboot auf dem Programm. Unser Guide Mike hat nur noch auf uns Neuankömmlinge gewartet, und dann hieß es: "Let's hit the road!"

Den Abend haben dann wir 9 Gäste, die Guides und Miss P. zusammen am Lagerfeuer ausklingen lassen. Es haben sich 12 Fremde ans Feuer gesetzt, aber wir sind alle schnell ins Gespräch gekommen und haben uns prima verstanden. Wir haben sogar noch den einen oder anderen Reisetipp für Südafrika bekommen, und die Telefonnummer von Lynne und Luiz, die in Kapstadt wohnen. Wenn es die Zeit erlaubt, werden wir uns sicher in Kapstadt nochmal wiedersehen! Grüße an dieser Stelle auch an die Honeymooner Sarah und Allistair und an Gary aus New York! :-)

Diese familiäre Atmosphäre hat uns wirklich sehr gut gefallen. Lange konnten wir das Feuer aber nicht genießen, denn der Weckservice wurde für 6:30 Uhr mit Kaffee/Tee ans Bett(!!!) angekündigt.

Um sieben Uhr steht das Frühstück auf dem Tisch, und pünktlich um 7:30 Uhr startet ein weiteres Highlight, eine Fahrt im Mokkoro, dem traditionellen Fortbewegungsmittel der Deltabewohner. Wir sind gespannt und gehen schlafen!

 

Kurz bevor der angekündigte Weckservice kommt, werden wir vom Gezanke der Paviane geweckt.

Es hat schon was, wenn man den Sonnenaufgang bei einer Tasse Kaffee oder Tee in Ruhe genießen kann, ehe man sich mit den anderen zum Frühstück trifft.

Entschädigt durch das frühe aufstehen wird man durch einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Nach dem Frühstück werden wir dann mit dem Einbaum durch die Flusslandschaft gestakt. Kein Motorenlärm stört die morgendliche Idylle. Herrlich! Da wir diesmal nur mit der Muskelkraft unserer Guides unterwegs sind, können wir auch in das dichtere Schilf fahren, um nach den kleinen Sängern mit den lauten Stimmen zu suchen. Und wir sind fündig geworden! Die im Schilf schlafenden Moskitos freut das Extraangebot an frischem Futter, welches frei Haus geliefert wird, aber das ist nur ein kleiner Preis für dieses Erlebnis.

Da langes Sitzen ungesund ist, geht es nach einer guten Stunde zu Fuss weiter. Unser Guide nimmt uns mit auf eine Walking-Safari. Eine tolle Abwechslung!


Zurück geht es natürlich wieder mit dem Mokkoro.

Nach dem Mittagessen und einer Siesta geht es am Nachmittag wieder mit dem Motorboot raus. Mal sehen, was uns diesmal so vor die Linse kommt...

Auch den letzten Abend lassen wir gemütlich am Feuer ausklingen.

Ehe uns der Buschflieger nach Maun bringt, wollen wir aber noch ein letztes Mal mit dem Boot raus. Das bedeutet für uns, wieder ganz früh raus aus den Federn. Aber es lohnt sich...


Kaum wieder im Camp angekommen mussten wir erfahren, dass unser Flug vorverlegt wurde. Wir haben nun nicht, wie geplant noch eine knappe Stunde Zeit, sondern müssen in 10 Minuten mit gepackten Sachen am Airstrip stehen. Das war vielleicht knapp... Und der Flieger, der dort auf uns wartete, war nochmal kleiner als der, der uns ins Camp gebracht hat. Es ist nicht so leicht, in den Flieger reinzukommen, aber wenn man einmal sitzt hat man mehr Platz als im Jumbo! Und die Ausicht ist allemal besser! Diesmal haben wir auch Glück und haben beste Flugbedingungen. Die knapp 20 Minuten bis nach Maun waren das reinste Vergnügen!


Jetzt heißt es warten auf den Flieger nach Johannesburg, wo wir nur eine kurze Zwischenübernachtung im Safari Club Hotel haben, bevor wir nach Port Elizabeth weiterfliegen.

Im Süden angekommen, sieht es wettertechnisch das erste Mal sehr nach Regen aus... Und wie!!!

Egal, spätestens für morgen ist wieder trokeneres Wetter angesagt.

Zunächst haben wir erstmal ganz problemlos unseren neuen Leihwagen in Empfang genommen, und haben uns dann auf die Reise gen Osten gemacht, um unsere nächste Unterkunft in der Nähe des Addo Elefant Parks zu erreichen.

Im Cosmos Cuisine B&B sind wir die einzigen Gäste und werden sehr verwöhnt. Die Inhaber geben sich alle Mühe, uns die Wünsche von den Augen abzulesen. Auch haben wir ein sehr schönes Zimmer für die nächsten 2 Tage bekommen...

Unser Ausflugsprogramm steht auch. Im Vorfeld hatten wir uns bereits überlegt, heute am Nachmittag eine Fahrt durch den Addo Elefant Park zu machen, und morgen dann im privaten Reservat Schotia eine Pirschfahrt zu buchen. Leider macht uns das Schauerwetter für die heutige Pirschfahrt einen Strich durch die Rechnung, aber wir verpassen nichts... Morgen wird alles nachgeholt!

Heute nutzen wir die freie Zeit statt für eine Pirschfahrt lieber dazu zu einer privaten Geparden-Farm in der Nähe zu fahren, und lassen uns von der Inhaberin Daniell ein wenig herumführen. Hier gibt es interessante Dinge zu erfahren und noch viel mehr Katzen zu sehen, als nur Geparden.

Einer der gewinnbringendsten Zweige des Tourismus hier ist die Grosswildjagd. Inzwischen wird ein Großteil der Tiere sogar speziell für die Geltungs- und Profilierungssucht von Trophäenjägern gezüchtet, die nur deshalb nach Südafrika kommen, um einen Löwen, einen Leoparden oder ein Rhino etc. zu schießen. Vielen ist es mittlerweile auch zu anstrengend, auf die Pirsch zu gehen, und fair zu jagen. Vielmehr muss ein schneller Erfolg her, und dann schießt man schonmal auf halbzahme Raubkatzen, die auf engstem Raum zusammengetrieben werden...

Daniells Projekt kauft solche Tiere nach Möglichkeit auf und bemüht sich dann darum, diese wieder auszuwildern. Es ist mühselig, aber es ist möglich. Und wenn man solche Projekte unterstützen kann, und dann noch einem Geparden nahe kommen kann, der nicht mehr ausgewildert werden kann, umso lieber! :-)

Den Rest des Nachmittags verbringen wir dann ganz entspannt und im Trockenen in unserer Unterkunft und freuen uns auf ein leckeres 3-Gänge-Menü, welches extra nach unseren Wünschen aus 3 verschiedenen Menüs zusammengestellt wurde...


Es ist schon toll, so verwöhnt zu werden! Satt und mehr als zufrieden gehen wir schlafen!

Um 10:00 Uhr in der Frühe werden wir von Christo abgeholt, der heute einen Tag lang mit uns auf Safari geht. Erst im Minibus durch den Addo Elefant Nationalpark und anschließend im offenen Geländewagen durch den privaten Park Schotia, der direkt an den Addo NP grenzt.


Die Elefanten, zu derem Schutz der Nationalpark angelegt, und immer wieder vergrößert wird, waren leider nicht sehr kooperativ. Allerdings sind wir nicht ganz leer ausgegangen! :-)

Die Fahrt durch das private Game Reserve war echt klasse! Nicht nur, dass wir ziemlich nah an die Tiere herangekommen sind, Christo hat uns auch jede Menge Wissenswertes rund um den Park und seine Bewohner erzählt! Besonders cool war, dass die Safari auch nach Sonnenuntergang noch weiter ging. Wenn in den allermeisten Nationalparks die Tore schließen, dann geht es hier erst richtig los. Dann werden zusätzliche Scheinwerfer an- und der Suchscheinwerfer klargemacht, und dann geht es weiter... Herrlich!


Dieser gelungene Tag endete mit einem typisch südafrikanischen Braai - einem BBQ und einem gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer.

Wir waren froh, dass uns unser Guesthouse mit zusätzlichen dicken Jacken ausgestattet hatte, denn es wurde schon empfindlich kalt des Nachts.


Wieder zurück im Guesthouse war keiner mehr wach, und auch wir sind früh schlafen gegangen. Nach dem Frühstück mussten wir wieder zusammenpacken und erneut Abschied nehmen. Unsere Reise geht weiter und führt uns heute über Port Elisabeth nach Plettenberg Bay.


Unterwegs verlassen wir die vorgeschlagene Route auf der N2, und fahren auf der parallel verlaufenden R102 nach St. Francis Bay. Unterwegs haben wir uns mit Brötchen, Salat und Quacamole eingedeckt, und machen am Cape St. Francis ein Picknick unterm Leuchtturm.

Wir versuchen noch eine Weile, die N2 (Schnellstraße) zu vermeiden, und bleiben weiter auf der Parallelstrecke. Allerdings waren wir schon ein wenig spät dran, und wollten nicht im Dunkeln in Plettenberg Bay ankommen. Also haben wir die landschaftlich reizvollere Nebenstrasse dann doch verlassen, um auf der N2 schneller voran zu kommen. Eine Stop haben wir aber noch unbedingt einlegen müssen:

An der Storms River Bridge...

Kurz vor der Mautstelle auf der N2 befindet sich links eine Total-Tankstelle mit einem Rastplatz. Dort unbedingt mal auf die Bremse treten, und sich die Füße vertreten. Es lohnt sich!

Der Reiseführer schwärmt noch in den höchsten Tönen von der Storms River Mouth Bridge und dem Big Tree, die man unbedingt gesehen haben sollte... Wir lassen beides aus, denn dafür reicht leider die Zeit nicht mehr.

 

Angekommen in der Robberg Beach Lodge in Plettenberg Bay war für uns eine Suite (!) reserviert. Diese war sehr schön, hatte aber nicht wirklich Seeblick. Da das Haus nicht ausgebucht war, haben wir doch tatsächlich ein anderes Zimmer bekommen, welches sich auch als Suite entpuppte, und einen traumhafen Blick direkt auf den Indischen Ozean freigibt. In der Walsaison von August bis Februar kann man hier direkt auf dem Balkon sitzen, und die Wale an sich vorbeischwimmen lassen. Dieses Jahr scheinen die Wale früher dran zu sein, denn es seien bereits 2 direkt am Strand gesichtet worden. Mal sehen, mit ein wenig Glück kommen sie wieder!

Wir gehen nach dem Einchecken erstmal an den Strand. Nach kurzem Zögern ziehen wir doch die Schuhe aus, und testen die Wassertemperatur... Brrrrr

Nach Wochen der Schlemmerei ist heute mal Schmalhans der Küchenmeister. Wir haben noch Reste vom Picknick am Mittag, so dass wir beschließen, diesmal nicht Essen zu gehen.

Mit dem konstanten Rauschen der Wellen gehen wir schlafen und werden bei bestem Wanderwetter wieder wach. Das will natürlich genutzt werden, und so machen wir uns auf, das Robberg Nature Reserve auf Schusters Rappen zu erkunden.

 

Je nach Kondition und Klettererfahrung stehen 3 Trails zur Verfügung.

The Gap - Wanderzeit ca. 30 min ohne besondere Erschwernisse

The Wittsand - Wanderzeit ca. 2 Stunden und man muss schon ein wenig über rutschige Steine klettern.

The Point - Wanderzeit ca. 4 Stunden. Diesen Weg sollte wirklich nur gehen, wer eine gute Kondition hat, und sich nicht davor scheut sehr steile und rutschige Passagen zu durchklettern. Hier braucht man wirklich beide Hände!

Alle Wege sind gut beschildert, so dass man sich nicht verlaufen kann. Bis zum Wegpunkt zu The Wittsand sind wir noch gemeisam unterwegs...

Danach entscheidet sich Peter ganz spontan, doch die längste Strecke zu laufen. Mir war das zu heiß, also habe ich abgekürzt, und habe am nächsten Kreuzungspunkt beider Routen auf meine bessere Hälfte gewartet. Eine gute Entscheidung für mich, wenn ich seinen Worten Glauben schenken kann. Hier seine Bilder...

Den Rest des Weges zurück zum Parkplatz laufen wir dann wieder gemeinsam.

Jetzt ist die Zeit reif fürs Mittagessen, und so fahren wir mitten rein in die City und gönnen uns eine große Pizza! Das haben wir uns auch redlich verdient. Und da wir nun so richtig schön satt und faul sind, gehen wir schnell noch in den Supermarkt, holen uns Brötchen, Käse, Wurst und Wein und beschließen, dass wir heute Abend nicht mehr ausgehen, und uns statt dessen einen gemütlichen Abend auf unserer Suite machen wollen. :-) Muss ja genutzt werden. Für zusätzliche Romantik sorgt der staatliche Stromanbieter, der in unregelmäßigen Abständen einfach den Strom abstellt. Die Notfall-Kerze steht schon bereit. Allerdings dauert es jetzt noch ein kleines Weilchen, bis es dunkel wird. Solange genießen wir den Ausblick von unserem Balkon und hoffen immer noch darauf, einen Wal zu sichten.


Der Strom kam leider erst kurz vor dem Schlafengehen wieder, was uns ein LED-Light-Dinner beschert hat, und einen Wal haben wir auch nicht zu Gesicht bekommen. Aber gar nicht schlimm, wir haben in Hermanus die nächste Chance!


Unser Weg führt uns heute zwar zunächst ein Stück weiter an der Küste entlang, aber später velassen wir diese und fahren nordwärts durch die Outeniqua Mountains in Richtung Klein Karoo Mountains. Unser Ziel ist Oudtshoorn. Unterwegs gönnen wir uns einen sehr guten Kaffee in Knysna direkt an der Lagune

Die direkte Reiseroute haben wir noch um ein paar zusätzliche Kilometer verlängert, um zu 2 sehr schönen Aussichtspunkten zu gelangen. Der erste Punkt heißt Margaretes Viewpoint und liegt vielleicht 2,5 km rechts von der N2. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Lagune von Knysna. Wer im südafrikanischen Winter reist, muss allerdings mit dem allgegenwärtigen Nebel rechnen, der sich auch bei bestem Wetter nie so ganz auflösen will. Hat uns aber nicht wirklich gestört. :-)

Der zweite Punkt nennt sich "Map of Africa". Dieser Punkt liegt in Wilderness auch wieder rechts der N2. Der Umweg ist mit ca. 10 km allerdings ein wenig länger, aber es lohnt sich!

Wenn man direkt am Aussichtspunkt steht, erklärt sich auch der Name von selbst. 

 Bitte unbedingt auch mal die Straßenseite zu wechseln und auf die andere Seite zu schauen.

Kurz hinter Wilderness verlassen wir dann die Küstenstraße und fahren durch das Outeniqua-Gebirge

Nach dem letzten Pass sehen wir in der Ferne schon die Berge des Kleinen Karoo. Vorbei an neugierigen Straußen geht die Fahrt weiter bis zu unserem nächsten Stop - die Cango Caves.

In einem Land,wo die durchschnittliche Regenmenge pro Jahr weniger als 350 ml pro qm beträgt, rechnet man eigentlich nicht mit einer so großen Tropfsteinhöhle, aber innerhalb der letzten 1,5 Mio Jahre hat die Natur hier wirklich zauberhaftes geschaffen!

Gegen späten Nachmittag erreichen wir unser Quartier für die nächste Nacht: Oue Werf, ein ganzes Stück außerhalb von Oudtshoorn gelegen, aber nahe an der Cango Cave. Hier finden wir ein großes Gut vor, welches die Unterkünfte sehr idyllisch über ein riesiges Gartengrundstück verteilt hat. Direkt vor unserer Tür residiert ein Straußenpaar, welches 2 Küken aufzieht. So niedlich!

Im Guesthouse und auch im angrenzenden Örtchen gibt es leider keine Möglichkeit zu Abend zu essen, so dass wir uns dann doch nochmal ins Auto setzen, und uns auf die Suche nach einem Restaurant machen. Die Gegend hier ist berühmt für ihre Straußenfarmen, so dass wir da sicher auch etwas leckeres finden werden! :-)

 

Fündig gworden sind wir schließlich in Oue Mill, was soviel heißt wie alte Mühle. Das lag ungefähr 3 km wieder zurück in Richtung der Cango Cave. In der Nebensaison ist es durchaus möglich, das Restaurants geschlossen haben, der Koch früher geht, oder das sich Unterkünfte, die eigentlich auch ein Dinner anbieten, sich die Arbeit teilen. Hier sollte der Gast ein wenig Spontanität und Flexibilität mitbringen. :-)


Wir haben jedenfalls gut gegessen und sind hundemüde und verfroren ins Bett gefallen. Sehr dankbar waren wir für eine Heizdecke, und eine zusätzliche Wolldecke, denn auch wenn es tagsüber angenehme 25 Grad hat, wird es nachts empfindlich kalt. Wir hoffen, dass wir uns keinen Schnupfen geholt haben...



 

Nach dem Frühstück geht es heute wieder in Richtung Gardenroute und Küste. Dazu bieten sich 2 Alternativen an. Entweder man fährt in Richtung Mosselbay und fährt ab da über die offizielle Gardenroute, oder man nimmt die Western Cape-Panorama-Straße Route 62 durch die Berge. (Was dem Amerikaner die Route 66 ist, ist dem Südafrikaner die Route 62. Sogar das Symbol ist identisch... :-) )

 


Wir haben morgen das wohl schönste Stück der alten Gardenroute auf dem Reiseplan stehen, also haben wir uns heute für die Panorama-Route entschieden. Wir haben es nicht bereut, dass wir diese Entscheidung getroffen haben. Unser Weg führt uns durch wirklich tolle Landschaft. Rechts die Berge des Kleinen und des Großen Karoo und links die Outenikwa-Mountains.

Kurz vor Calitzdorp bezwingen wir den Huisrivier Pass.

Nach einem Stop zum Mittagessen in Barrydale verlassen wir kurz darauf die Route 62, um wieder in Richtung Küste zu gelangen. Auf der R324 zwingt uns der Tradouws Pass zu diversen Fotostops.


Kurz darauf passieren wir dieses Schild...

Wenn wir das gewusst hätten ...
Wenn wir das gewusst hätten ...

Wir lassen Heidelberg links liegen, und folgen nun der Garden Route und später der Whale Route zu unserem heutigen Etappenziel Hermanus.

 

Kurz nach16:00 Uhr erreichen wir On the Cliff Guesthouse, wo man uns offenbar noch gar nicht erwartet hatte. :-) Nachdem der Papierkram erledigt war, haben wir aber ein sehr schönes Zimmer bekommen, und unsere Gastgeberin hat sich schnellstens aufgemacht, um dafür Sorge zu tragen, dass es uns an nichts fehlt. Wir sind die einzigen Gäste.

Wir haben auch gleich die Bootstour für morgen früh gebucht, weil wir unbedingt noch Wale sehen wollen. Die Chancen stehen gut, denn die Muttertiere und die Kälber sind bereits in der Walker Bay gesichtet worden. Jetzt heißt es Daumen drücken!


Da es nachts und morgens hier empfindlich kalt ist, und wir bereits leicht angeschlagen sind, haben wir uns heute allen Ernstes noch kuschelig warme Winterjacken gekauft. Uns geht es wie den meisten Südafrikanern auch: wir freuen uns tagsüber über angenehm warme Temperaturen und sind überrascht, dass es Nachts bis fast zum Gefrierpunkt abkühlt. Wir haben kleidungstechnisch zwar schon nach dem Zwiebelprinzip gearbeitet, allerdings war das leider stellenweise sehr dürftig! Aber nun sind wir wirklich für jedes Wetter gerüstet. :-)


Jetzt erholen wir uns noch ein wenig im Hotel von der langen Autofahrt heute, und werden früh schlafen gehen. Morgen müssen wir wieder zeitig raus, wenn wir zu den Walen wollen...


Nach dem Aufstehen haben wir bange Blicke aus dem Fenster geworfen, ob von der angekündigten Schlechtwetterfront etwas zu sehen ist, aber die Sorgen sind unbegründet. Wir lassen uns ein liebevoll arrangiertes Frühstück schmecken, und dann machen wir uns auf den Weg zum Hafen.


Nach einem kurzen Briefing geht es für ca. 2 Stunden raus in die Walker Bay. Um die Wale zu finden, darf kein Sonar oder ähnliches verwendet werden, und zum Schutz der Tiere beträgt die "Bannmeile" 200 m. Daher sind die Guides auf ihr geschultes Auge und auf die Mithilfe der Amateur-Walforscher angewiesen.


Nach knapp 2 Stunden sind wir wieder am Hafen angekommen, und machen uns auf den Weg nach Franschhoek, der letzten Etappe vor Kapstadt. Wir weichen aber von der vorgeschlagenen Route über die N2 ab, und folgen statt dessen der offiziellen Whale Coast Route (R44) über Kleinmond und Bettys Bay.

Die Straße führt uns ungefähr 40 km rund um die Bettys Bay bis zur False Bay. Hier kommen wir allerdings nur sehr langsam voran. Dies ist aber nicht etwa hohem Verkehrsaufkommen oder schlechten Straßenverhältnissen geschuldeg, sondern dem grandiosen Ausblick. Wir fahren etwa alle 500-700 m links ran, um Fotos zu machen! Traumhaft schön!

Ungefähr auf halber Strecke zwischen Bettys Bay und Gordens Bay haben wir dann auch unser Mittagspicknick am Strand genossen. Herrlich! Nur der Wind weht ziemlich heftig.

Mit dem Wind kommt auch die angekündigte Schlechtwetterfront, und sie kommt schnell näher.

So kann man das Ziel unserer Reise, den Tafelberg in Kapstadt in der Ferne nur erahnen!

Wir verlassen die R44 in Gordens Bay und fahren auf der N2 über den Sir Lawrence Pass in Richtung Grabouw und biegen dann ab auf die R45 nach Franschhoek. Das gibt uns die Möglichkeit, den Franschhoek-Pass zu bezwingen. Herrlich - trotz Sichtbehinderung durch aufziehende und tiefhängende Wolken.


Gegen Nachmittag haben wir Franschhoek erreicht, mussten aber feststellen, die Koordinaten, die wir bekommen haben, führen nicht zu unserer Unterkunft, sondern zu einer Weinkellerei. :-)

So haben wir direkt die Möglichkeit, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten, und uns nach dem Weg zu erkundigen. Hilfsbereit, wie die Südafrikaner sind, haben wir dann unsere Unterkunft Basse Provence Guesthouse doch recht schnell gefunden. Jetzt heisst es für eine Weile die Füße hochlegen, und entspannen.

Für unser Abendessen haben wir einen Restauranttipp bekommen, den wir doch glatt ausprobiert haben. Da wir jetzt in einer Weingegend residieren, und natürlich auch unbedingt den hiesigen Wein probieren müssen, haben wir uns in weiser Voraussicht ein Taxi bestellt.

 

Der Tipp war wirklich Gold wert. Im Restaurant Roca haben wir gegessen wie Gott in Frankreich...

 

Jetzt sind wir total genudelt und müde. Allerdings müssen wir uns nun noch Gedanken machen über eine Schlechtwetter-Alternative für unser morgiges Programm. Die angekündigte Regenfront hat uns jetzt nämlich eingeholt...

 

 

In der Nacht wurde es draußen ziemlich ungemütlich. Sturm und Starkregen haben uns unter dem Schilfdach nicht wirklich gut schlafen lassen. Ständig stand zu befürchten, dass gleich das Dach abhebt, weil der Wind an allen Ritzen durchpfeifen konnte... Außer ein paar umgewehten Sonnenschirmen im Garten ist aber nicht viel passiert.

 

Wir haben uns spontan dazu entschlossen, dem Regen auf dem Weg nach Kapstadt ein Schnippchen zu schlagen, und haben in Stellenbosch kurzerhand eine Weinkellerei besucht, die ein Weinmuseum betreibt, und auch Keller-Führungen anbietet. Selbstredend haben wir auch probiert... :-)


Fast geschafft!
Fast geschafft!

Nach der Weinprobe setzen wir unseren Weg nach Kapstadt fort, und sind gegen 14.00 Uhr...

an der falschen Adresse! Wir standen vor unserer Unterkunft, wie in den Reiseunterlagen angegeben, aber das Tor öffnete sich nicht! Also haben wir die angegeben Rufnummer kontaktiert und erfahren, dass wir die Straße noch ein wenig weiterfahren müssen. Das Guesthouse The Clarendon an der Kloof Road 67 ist geschlossen, die neue Anschrift ist Kloof Road 158. Nachdem das geklärt war, war es auch kein Problem, die Unterkunft zu finden. Ein freundlicher Herr von der Security hat uns in Empfang genommen, und sich um unser Gepäck gekümmert. Ein wenig irritiert waren wir, als uns der Mitarbeiter am Empfang zur Hochzeit gratuliert hat und uns dann unser Domizil für die nächsten 3 Tage gezeigt hat - der Wahnsinn! Damit hätten wir nie im Leben gerechnet. Das muss doch ein Fehler sein?! Aber scheinbar ist alles in bester Ordnung...

Das Wetter bessert sich zusehends, und so beschließen wir, direkt an die Waterfront zu fahren, und uns dort ein wenig umzusehen. Leider hüllt sich der Tafelberg in Wolken...

Wir besorgen uns im Supermarkt noch schnell die Zutaten für unser Abendessen und nehmen dann ein Taxi zurück zum Hotel. Was wir nicht wussten, der Taxifahrer kannte sich noch weniger aus als wir, und hat uns - trotz unserer Proteste - an die völlig falsche Ecke der Stadt gefahren. Wir haben ihm dann auf dem Stadtplan gezeigt, dass er falsch ist, aber er wollte es uns nicht glauben! Erst ein Anruf bei seinem Kollegen, wo denn die Kloof Road sei (es gibt auch eine Kloof Street hier!), hat ihn einlenken lassen, und er hat uns an die richtige Adresse gebracht. Zum Glück gab es keine großen Diskussionen, als wir den Fahrpreis nicht in voller Höhe bezahlen wollten. So sind wir noch in den Genuss einer Stadtrundfahrt bei Nacht gekommen. :-)


Wir genießen jetzt noch ein wenig unsere Penthouse-Suite und die Flasche Rotwein aufs Haus, und schmieden Pläne für morgen!

Nach dem Aufwachen war der erste Blick direkt der aufs Wetter. Sehr zu unserem Leidwesen war es trübe und regnerisch... aber das stand zu erwarten, denn die Wetter-App hat solches bereits vorhergesagt. Aber gegen Vormittag soll der Regen vorbei sein, und der Sonne Platz machen. Unser Plan für heute sah vor, dass wir erst ein wenig in der Stadt bummeln gehen (und shoppen - sehr zum Leidwesen meines Mannes!), und dann ggf. nach Robben Island übersetzen, um uns das Gefängnis von Nelson Mandela anzusehen, und den Nachmittag verplanen wir spontan, wenn wir wissen, wie das Wetter wird. Also haben wir uns auf den Weg in die City gemacht. Allerdings waren uns umgerechnet 10 Euro pro Strecke mit dem Taxi zu teuer, und der Weg nach Downtown zu Fuss zu weit. Mit dem Auto fahren wollten wir auch nicht, weil es kein Vergnügen ist, in Kapstadt einen Parkplatz zu finden. Wir haben von Noel, einem sehr hilfsbereiten Angestellten im Guesthouse erfahren, dass es noch eine günstige Alternative gibt. Ein Hopp on/Hopp off-Sammeltaxi (Minibus), welches die Hauptstraße von Bantry Bay bis ins Stadtzentrum entlangfährt. Dieser Spaß kostet pro Person umgerechnet 70 Cent und war deutlich angenehmer, als bei Nieselregen zu laufen. Codewort ist Cape Town, und los geht's. Kann man gefahrlos machen. Das Schlimmste was passieren kann sind Witze, die der Fahrer auf Kosten der Touristen macht... Touristen nutzen diese Art des Vorankommens nämlich eher selten. Also einfach mitlachen, und alles ist gut! :-)



Leider hat unsere Wetter-App uns nicht davor gewarnt, dass es gegen Mittag so richtig angefangen hat zu regnen. Also haben wir unseren Ausflug nach Robben Island ausfallen lassen, und haben uns statt dessen mit Lebensmitteln für das Abendessen eingedeckt, und haben den Minibus zurück nach Bantry Bay genommen. Gegen halb vier sah der Himmel über Kapstadt wieder erfreulicher aus, also haben wir uns das Auto geschnappt, und haben uns in Richtung Signal Hill aufgemacht. Auf dem "Rücken des Löwen" sind wir spazieren gegangen, und hatten einen tollen Blick auf den Tafelberg, dessen Platteau aber leider noch immer in Wolken hängt!

Es waren hier auch noch deutliche Spuren des verheerenden Brandes vom März 2015 zu sehen. Erfreulich nur, dass die Natur langsam beginnt, wieder grün zu werden!


Nachdem wir vom Signal Hill wieder runterfahren, beschließen wir ganz spontan, doch noch zum Tafelberg raufzufahren. Es ist zwar schon kurz vor fünf, die letzte Gondel geht schon um sechs wieder zurück ins Tal und der Herr am Ticketschalter warnt uns, dass es keine Sicht hat und zudem noch sehr kalt ist... Aber wir hoffen, dass wir das Glück auf unserer Seite haben und wir einen Blick zwischen Wolkenfetzen hindurch nach unten erhaschen können! Wir zahlen umgerechnet ca. 50€ für uns zwei und wagen es.


Eine gute Entscheidung! Wir sind happy, dass wir so mutig waren und freuen uns schon darauf, die Bilder zu sichten! Die Atmosphäre mit den Wolkenschleiern und die sich sekündlich ändernden Sichtverhältnisse fanden wir absolut faszinierend! Auch wenn es mit 4°C wirklich kalt war, und der Wind ziemlich heftig wehte, kann es an richtig klaren Tagen nicht schöner sein... Höchstens wärmer!


Jetzt fehlt uns auf unserer Reise nur noch der südlichste Zipfel Afrikas, und den erreichen wir dann morgen!

Noch einmal heißt es früh aufstehen und bange den Vorhang beiseite schieben...
Strahlender Sonnenschein... :-) Also machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Kap der guten Hoffnung. Dazu haben wir uns eine Route ausgetüftelt, die uns an einigen Orten vorbei führt, die wir unbedingt sehen wollten. Ausserdem wollten wir es vermeiden, für Fotostops ständig die Straße kreuzen zu müssen. Es empfiehlt sich daher, im Uhrzeigersinn um die Kaphalbinsel zu fahren...
Wir nehmen die M6 an der Waterfront vorbei, und biegen dann ab auf die M3 in Richtung Muizenberg. Dort machen wir den ersten Stop, um die kunterbunten Strandhäuschen und ein paar wahnsinnige Surfer, die bereits morgens um kurz nach 9 bei 12°C Außentemperatur durch die Wellen pflügen zu bewundern.

Wir folgen der Küstenstraße weiter nach Simons Town. Dort haben wir am Boulders Beach einen etwas längeren Aufenthalt. Eine große Kolonie Pinguine hat dort ihr Zuhause. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen, und spazieren durch ihr Revier. Wer glaubt, dass Seehunde schlimm riechen, war noch nicht bei Pinguins zuhause... Puh... Aber niedlich sind die kleinen Frack-Träger aber trotzdem!

Wir folgen der Beschilderung zum Cape Point und erreichen kurz darauf das Gate zum Nationalpark Cape of Good Hope, wo wir den Permit bezahlen, und dann noch ungefähr 11 km bis zum Parkplatz von Cape Point fahren. (Wer vorher schon rechts zum Kap der guten Hoffnung abbiegt, verdirbt sich die Vorfreude!)

Ab hier sind wir wieder sportlich unterwegs, und laufen für ca. 20 Minuten stetig bergauf, um den Leuchtturm zu erreichen. Von dort aus sehen wir einen weiteren Aussichtspunkt, der direkt auf den Felsklippen liegt. Kurz darauf finden wir den Abzweig zum Diaz-Point und wandern nochmal ungefähr eine Stunde auf dem Bergrücken zum Kliff.

Direkt unter uns befindet sich nun das Kap der guten Hoffnung, wo wir uns das obligatorische Foto mit den Koordinaten natürlich nicht entgehen lassen können. :-)

Für den Rückweg haben wir uns die Fahrt an der Westküste ausgesucht. Dazu nehmen wir die M65 in Richtung Kommetje und folgen dann der Beschilderung in Richtung Chapman‘s Peak Drive (Achtung: Mautstraße, aber unbedingt machen!!!) Dafür haben wir wieder etwas mehr Zeit eingeplant als die reine Fahrzeit, denn hinter jeder Kurve gibt es einen neuen spektakulären Blick. Herrlich! Und spätestens hier hat es sich ausgezahlt, die Haltebuchten auf der linken Seite zu haben!

Danach folgen wir wieder der M6 zurück nach Kapstadt und passieren dabei die 12 Apostel.

Ein weiteres Highlight dieses Tages steht noch aus:

Wir sind zum Essen verabredet und werden sogar direkt vom Guesthouse abgeholt. Was ein Service! Lynne und Luiz, die wir in Botswana kennengelernt haben, haben sich ein sehr nettes Restaurant in einem alten Weingut mitten in Kapstadt rausgesucht. Zusammen mit Luke und Monica (Sohn und Schwiegertochter) haben wir einen sehr netten Abend zu sechst verbracht. Momente wie diese sind ein Grund, warum Reisen so viel Spaß macht - man trifft immer sehr nette und interessante Menschen! Ich hoffe, es ergibt sich irgendwann einmal die Möglichkeit, selbiges zu wiederholen... so entstehen Freundschaften. :-)

Nachdem der letzte Abend so entspannt und fröhlich zuende gegangen ist, stehen wir nun heute ein wenig wehmütig auf, denn es heißt ein letztes Mal Taschen packen. Gegen 11 müssen wir aus dem Zimmer raus sein, und das Auto muss um 15.00 Uhr am Flughafen abgegeben werden. Also was tun mit der Zeit dazwischen? Wir nutzen das sonnige Wetter, und fahren ins Surf- und Kiteparadies Bloubergstrand. Vor der Kulisse von Tafelberg, Lionshead und Signal Hill stürzen sich Surfer in die kalten Fluten des Atlantik. Wir genießen dieses Panorama und einen leckeren Kaffee und fahren dann zum Flughafen...


 
So schnell sind 4 Wochen vergangen und ein rundum gelungener Urlaub geht zuende!!!
Wer einen ähnlichen Trip plant, dem legen wir rückblickend noch folgende Tips nahe:
- Eine Pre-Paid Karte für das Handy besorgen. Ist eine günstige Alternative zu den teuren               
   Roaminggebühren
- Jacke mitnehmen für kalte Nächte
- Navigationsgerät und Taschenlampe gehört mit ins Gepäck
- Zeitbedarf und Routen für Ausflüge im Vorfeld recherchieren, damit man nichts verpasst (wir haben es mit Google Maps gemacht, und die Zeitangaben waren super. Achtung Fotostops großzügig bemessen!)
- Beliebte Ausflüge (Ballonfahrt, Living Desert Tour, Helikopterrundflug über die Victoriafälle) im Voraus buchen
- bei Flügen ins Okawangodelta auf die Abmessung und das Gewicht der Reisetasche achten!
- bei Übernahme des Leihwagens bereits vorhandene Schäden sorgfältig aufnehmen und dokumentieren
Ansonsten nicht verunsichern lassen. Die Menschen sind sehr hilfsbereit hier! Bei Unsicherheiten hilft oft eine ordentliche Portion Humor weiter. Genießt es einfach, so wie wir es genossen haben! Wir würden es sofort wieder machen! :-)

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Kommentare: 6
  • #1

    Matthias (Montag, 08 Juni 2015 14:41)

    Ihr erlebt ja wirklich einiges - beneidenswert! Das sieht alles super interessant aus. Und dann noch all die Speisen: Apfelkuchen, Schwarzwälder Kirschtorte, Windbeutel, Oryx Steak, Kudu Carpaccio - lecker! Aber gibt es gar keinen Quark? :-)
    Viel Spaß noch und hoffentlich etwas höhere Temperaturen.

  • #2

    lynette de Scande (Dienstag, 09 Juni 2015 12:11)

    Hi. You are having so much fun and beautiful pics. I am so happy for your wonderful tour in Namibia. Drive safe

  • #3

    Olga und Ulli (Mittwoch, 10 Juni 2015 20:53)

    Ihr hab echt tolle Erlebnisse - super Fotos, weiter so! Man könnte echt neidisch werden. Liebe Grüße aus der Heimat. Olga und Ulli

  • #4

    Konrad Belke (Mittwoch, 17 Juni 2015 10:40)

    ... habt Ihr überhaupt noch Lust zurück zu kommen.... bei den vielen tollen Erlebnissen? :-)

    Viele Grüße aus der Kernstadt

  • #5

    C. Georgopoulos (Dienstag, 23 Juni 2015 12:30)

    Die Bilder sehen echt fantastisch aus. Ich hoffe Sie haben noch viel Spass! Ich freue mich auf Ihre Erzählungen im Limburgerhof. :)
    VG
    C. Georgopoulos

  • #6

    Carine (Dienstag, 07 Juli 2015 15:58)

    Sehr schöne Seite! Ich habe sofort Heimweh. Die Bilder sehen echt supper aus. danke :)